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VfR Sölde 1.MannschaftBezirksliga

So, 04.11.2018

SG Alemannia Scharnhorst - VfR Sölde (1:3)

Spielbericht

Scharnhorst belohnt sich nicht für Aufwand – Sölde eiskalt im Schlussspurt

Als Schiedsrichter Jounes Mabrouk nach umkämpften 94 Spielminuten das Spiel abpfiff sah man in ganz unterschiedliche Gesichter. Auf der einen Seite die Elf von Alemannia-Trainer Marcus Wedemann, die 90 Minuten alles gegeben hatte, um im Abstiegskampf zu punkten und doch mit leeren Händen da stand, weil sich am Ende die reifere Spielanlage und die individuelle Klasse der Sölder durchgesetzt hatte, die auf der „Zielgeraden“ den dritten Auswärtssieg mit zwei späten Foulelfmetern zum 3:1 Erfolg einfuhren.
Beide Mannschaften mussten beim Anpfiff wieder einmal auf wichtige Akteure verzichten. Die Gastgeber vermissten ihren torgefährlichsten Akteur Patrick Wedemann schmerzlich und VfR-Trainer Sebastian Grundmann hatte mal wieder keine „Qual der Wahl“, nachdem Kevin Marquardt, Samir Ghalem, Martin Striewski aus der Lüdinghausen-Elf passen mussten und Rithuschan Ketheeswaran verspätet angereist war, dafür rückte Routinier Thomas Rauen in die Startformation und Allrounder Marvin Koschinski aus der Viererkette in die Sturmformation neben Tim Marquardt, von dem sich „Grundi“ mehr Tempo versprach um die Alemannia Abwehr zu knacken.
Den ersten Warnschuss gab jedoch VfR-Spielmacher Patrick Johann ab (3.), aber er stellte Alemannia-Schlussmann Frank Holle vor keine ernsten Probleme.
Im Gegenzug Aufregung im Sölder Strafraum, als einem VfR-Abwehrspieler aus kurzer Distanz an die Hand geschossen wurde und der Sölder Anhang zum Entsetzen sehen musste, wie der Unparteiische auf den Punkt zeigte. Die Chance ließ sich Scharnhorsts Sturmführer Mathias Bergner nicht entgehen und versenkte unhaltbar das runde Leder zum frühen 1:0 (4.) in die Sölder Maschen.
Scharnhorst blieb am Drücker mit dem Rückenwind der Führung und kam zu einer regelrechten Eckballserie, die aufgrund der körperlichen Präsenz der Gastgeber immer wieder Gefahr heraufbeschwor.
Mathias Bergners Kopfball wurde auf der Torlinie geklärt (14.), bevor VfR-Schlussmann Stephane Preuß wieder einmal seine seit Wochen konstant guten Leistungen unterstrich, als er einen Bergner-Schuss entschärfte (28.).
Die Sölder konzentrierten sich in dieser Phase mehr darauf das Spiel wieder unter Kontrolle zu bekommen und hatten mit ihrem Spielsystem sicher auch die „bessere Idee“ nur bei der Umsetzung nach vorne, fehlte doch oft die entscheidende "Punch", auch weil Patrick Johann keinen so starken Tag erwischt hatte und regelmäßig durch das gesamte Alemannia-Mittelfeld „beackert“ wurde, die sowieso während der gesamten Partie sehr körperbetont agierten, um den Söldern den Schneid abzukaufen. Schiedsrichter Mabrouk ließ lange Zeit beiden Mannschaften die berühmte „lange Leine“, um dann im zweiten Durchgang gleich acht gelbe Karten für beide Teams zu verteilen.
Wie aus dem Nichts dann eine sehenswerte Kombination von Marvin Koschinski und Thomas Rauen über den linken Flügel mit der die gesamte Abwehr der Hausherren ausgehebelt wurde, so dass Thomas Rauen völlig freistehend per Flachschuss zum 1:1 (29.) einschießen konnte.
Das schockte die Wedemann-Elf sichtlich, denn bis zur Pause ging auf einmal nichts mehr.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, wie zu Beginn der Partie. Die Gastgeber im Vorwärtsgang und mit dem Willen unbedingt einen Dreier landen zu wollen hatten ihre besten Szenen, wenn Flügelflitzer Yassin Paluch und ihr bester Akteur Mittelstürmer Mathias Bergner am Ball waren.
Sölde im Bewusstsein der fehlenden Wechseloptionen beschränkte sich auf Torsicherung und die berühmten „Nadelstiche“ und das funktionierte gut, da die VfR-Abwehr grundsätzlich wieder gut stand mit den zwei Neuen in der Viererkette Marvin Bruske und Hendrik Hain.
Söldes Trainer Grundmann brachte Rithuschan Ketheeswaran mit seinem großen Laufvermögen, als Entlastung im Mittelfeld für Andreas Ernst (57.).
Nach einer Stunde begann die beste Druckphase der Wedemann- Elf mit Chancen für Bergner und Paluch (60., 61., 62.), aber ein Ball auf die Sölder Torlatte (65.) blieb die größte Gefahr. Scharnhorst ließ nicht locker und Mathias Bergners Kopfbälle (70., 87.) und eine flache Hereingabe (83.) beschworen immer wieder Gefahr herauf, doch die VfR-Defensive „löschte“ alle Brände sicher, so dass die Alemannia schier verzweifelte und sich immer mehr defensiv öffnete, um unbedingt den Sieg zu erzwingen.
Es schien als hätten die Grundmann-Elf nur auf diesen Moment gewartet, denn nun schlug die Stunde von VfR-Spielmacher Patrick Johann, der über die gesamte Partie jede Menge einstecken musste gegen das gesamte Mittefeld der Gastgeber. In der Schlussminute nahm er sich den Ball zog unaufhaltsam in Richtung Alemannia-Tor, bis er nur noch im Strafraum elfmeterreif gebremst werden konnte. Den fälligen Elfmeter übernahm der Gefoulte selber und verwandelte eiskalt zur überraschenden 1:2 (90.) Führung und Schock für die Gastgeber, die sich selber so nah am Führungstreffer gesehen hatten.
Und Sölde legte noch einen nach, als Rithuschan Ketheeswaran mit einem glänzenden Sololauf über den rechten Flügel bis in den Strafraum gleich drei Scharnhorster Akteure „alt“ aussehen ließ, bevor er elfmeterreif gebremst wurde.
Sölde sagte „Danke“ in Person von Marvin „Koko“ Koschinski, der sicher seinen sechsten Saisontreffer (90.+2) zum 3:1 Endstand markierte, womit die Sölder Serie von nunmehr sechs Pflichtspielen ohne Niederlage weiter bestand hat zur Freude der vielen mitgereisten Fans, die sich nun auf das „Spiel der Spiele“ gegen die Ausnahmemannschaft und Aufsteiger TuS Bövinghausen freuen. Der unbesiegte Aufsteiger Bövinghausen befindet sich mit 12 Siegen in 13 Spielen auf dem direkten Durchmarsch in die Landesliga und gibt am Sonntag ab 14.30 Uhr seine Visitenkarte am Rosengarten ab, aber auch dann wird Söldes Trainer „Grundi“ Grundmann eine „neue Idee“ entwickelt haben mit seiner Elf, um das benötigte „Wunder“ zu realisieren. (T.W.) .


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Trainingszeiten

Di., Do., Fr.: 19:30 - 21:15

Pötschke Rosengarten